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Nummer 2 / 2001

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KÖNIGSKINDER - EINE LIEBESGESCHICHTE

Während ihrer Ferien an der Küste lernt die 11-jährige Dole den über 30 Jahre älteren Familienvater Hermann kennen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, die weder von Doles Mutter, noch der Familie Hermanns verstanden wird. Eines Tages beschließt Doles Mutter fest zu ihrem Freund zu ziehen, woraufhin Dole kurze Zeit später vor Hermanns Tür steht, in der Absicht mit ihm wegzugehen. Auf ihrer Flucht werden die beiden verfolgt von Doles Mutter und Hermanns Frau - und erleben die erste Liebe ihres Lebens. Die Reise endet schließlich an der Küste, dort, wo sie sich kennen gelernt haben. Doch es hat sich einiges verändert. Dole ist erwachsen geworden, Hermann nicht.

Die Autorin und Regisseurin Anne Wild realisiert nach zahlreichen Kurzfilmen mit “Königskinder“ ihr Spielfilmdebüt. Das Drehbuch wurde in der Master School Drehbuch, Potsdam bei dem erfahrenen Tutor Don Bohlinger entwickelt und für den Baden Württembergischen Drehbuchpreis 2001 nominiert, einen Preis den Anne Wild als Co-Autorin des Buches “Was tun, wenn’s brennt“ bereits 1999 erhalten hatte.

Anne Wild über die Hintergründe der Geschichte:
“‘Königskinder‘ basiert auf einer wahren Geschichte. Ein Interview mit der Ehefrau des Mannes wurde im ‚France Observateur‘ veröffentlicht. Als ich den Artikel las, glaubte ich aus irgendeinem Grund sofort daran, dass es zwischen diesem ‚Erwachsenen‘ und dem Kind ‚Liebe‘ war. Wie die Frau des Mannes es ausdrückte: ‚Nicht die Liebe eines Mannes zu einer Frau, nicht die Liebe eines Vaters zu seinem Kind. Es war etwas anderes‘. Diese andere will ich erzählen. Die Kraft, große Nähe zu wagen und gleichzeitig einem anderen Menschen Raum zu lassen, er selbst zu werden, auch wenn man ihn dadurch verliert, ist Liebe. Deswegen ist Königskinder eine Liebesgeschichte“.

Diese Liebesgeschichte zweier Elfjähriger, wovon der eine bereits Ende vierzig ist, hatte Ende Juli seinen Drehstart in Heiliegendamm an der Ostsee. 
Ein wunderbarer, pittoresker Ort als Kulisse: Ein Dorf, bestehend aus alten Villen im klassichen Bäderhausstil; die zur Zeit noch leerstehen und von der Jost Hering Filmproduktion hierfür angemietet wurden. Nun hat die gesamte Crew um die 10-jährige Henriette Confurius, die die Hauptrolle der Dole spielt, sich bis Mitte August dort eingenistet. Neben den Elfen, die Dole von Ihrem Schlauchboot aus am Meeresgrund sucht, ist Hermann (Leonard Lansink), die neue Urlaubsfreundschaft. Doch Mutter Fran (Juliane Köhler), findet das gar nicht gut. Hat sie doch eh kaum Zeit für Dole, denn ihre neue Liebschaft Philipp (Devid Striesow) ist allemal wichtiger für sie.

Weitere Dreharbeiten fanden neben Heiligendamm auch in Mannheim statt.

Der Spielfilm entsteht in Coproduktion mit der Home Run Pictures, Peter Rommel, Stuttgart und demSWR mit Mitteln des Filmboards Berlin Brandenburg; der MFG Filmförderung; des Kuratorium junger deutscher Film und der Mecklenburg-Vorpommer-schen Filmförderung.

 
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