Filmbüro

Filmfacts

Nummer 2/ 2002

Produktionsberichte

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Fassbinder-Crew dreht in Heidelberg

Jo Baier verfilmt die Schwabenkinder

Wie Hund und Katz

Die Magie des ersten Films

 

PRODUKTIONSBERICHTE

Jo Baier verfilmt die schwabenkinder

In einer internationalen Koproduktion entsteht in Osttirol und in Baden-Württemberg der aufwändige Fernsehfilm Schwabenkinder. Basierend auf historischen Ereignissen im 19. Jahrhundert wird die Geschichte der armen Bergbauernkinder verfilmt, die alljährlich im Frühjahr aus Vorarlberg, Tirol und der Schweiz über die Alpen ziehen mussten, um in Schwaben als billige Arbeitskräfte an Bauern vermittelt zu werden. Das Buch dazu schrieb Jo Baier (Grimme Preis für “Wambo”), der auch die Regie führt. In den Hauptrollen sind u. a. Tobias Moretti, Vadim Glowna, Jürgen Tarrach und Hary Prinz zu sehen.
Vater und Kinder im Gasthaus
Foto: BR/Film-Line

Die Handlung spielt im März 1908. Nach zwanzig Jahren kehrt Kaspar (Hary Prinz) in seine Tiroler Heimat an das Sterbebett des Vaters (Vadim Glowna) zurück, kommt mit ihm ins Reine und erzählt in Rückblenden von seinem Schicksal, vom schwierigen, entbehrungsreichen Weg mit den Leidensgenossen und dem Kooperator (Tobias Moretti) über die tief verschneiten Passhöhen und von der Arbeit bei dem tyrannischen Bauern Steinhauer (Jürgen Tarrach). Kaspar erzählt aber auch von der großen Liebe zwischen Vater und Sohn, und wie schmerzhaft es für beide war, dem Sohn diese Liebe mit Schlägen auszutreiben, um ihm den Weg in die Fremde leichter zu machen. 13 Kinder zwischen sieben und vierzehn Jahren kommen in Ravensburg an und werden auf einem Kindermarkt feilgeboten wie kleine Sklaven…

Kasper, als Kind dargestellt von Thomas Unterkirchner
Foto: BR/Film-Line

Die Dreharbeiten in Lienz und Umgebung liefen vom 18. März bis zum 16. April 2002 und wurden ab 20. April in Meersburg am Bodensee fortgesetzt. “Schwabenkinder” ist eine Koproduktion der Epo-Film Wien mit Film-Line GmbH München. Finanzierungspartner sind der Bayerische Rundfunk, das Schweizer Fernsehen SF, SWR, RAI, arte, ORF und Telepool. Gefördert wird das Projekt vom FilmFernsehFonds Bayern, MFG Baden-Württemberg, Cine Tirol, dem Österreichischen Filminstitut ÖFI und Media Plus.

 
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