Filmbüro

Filmfacts

Nummer 2 / 2003

Produktionsberichte

Der Verlorene Sohn

Geschlecht: Weiblich

Teddys Safari

Delikatessen und...

Drehen in der Region

 

PRODUKTIONSBERICHTE

DER VERLORENE SOHN

von Stephanie Wagner

Der erste Film, der neu in Stuttgart angesiedelten cut.it film und postproduktions gmbh wurde vom 14. Mai bis 17. Juni 2003 in und um Tübingen gedreht. 

Kostja Ullmann und Lisa Martinek

Cornelia Möhring (Lisa Martinek) trifft ihre große Liebe Frank (Sigi Terpoorten) wieder. Frank weiß nicht, dass Cornelia von ihm schwanger ist, das Kind aber nicht bekommen will. Schließlich hat sie bereits vor 16 Jahren ein Baby zur Adoption freigeben müssen, und glaubt daher nicht, eine gute Mutter sein zu können. Als Frank ihr Geheimnis lüftet, stiehlt er die Adoptionsunterlagen, um Cornelia den Kontakt zu ihrem verlorenen Sohn Alexander (Kostja Ullmann) zu ermöglichen. Cornelia befreundet sich mit Alexander. Zu spät merkt sie, dass der ahnungslose Junge sich in sie verliebt. Auch Alexanders Adoptiveltern Jutta (Saskia Vester) und Clemens Niebauer (Rudolf Kowalski) verfolgen mit Besorgnis, dass Alexander sich von ihnen wegentwickelt. Als Jutta Niebauer entdeckt, wer Cornelia ist, kommt es zur Machtprobe zwischen den beiden Müttern - und Alexander trifft eine folgenschwere Entscheidung...
Für die SAT.1-Auftragsproduktion „Der verlorene Sohn“, die mit Mitteln des Landes über die MFG aus dem „Fonds zur Kooperation mit SAT.1“ entsteht, war keine lange Suche nach dem geeigneten Drehort nötig: Produzent Uli Aselmann, der seit seiner Produktion „Vaya con Dios“ viele gute Erfahrungen am Standort Baden-Württemberg sammelte, und Producerin Stephanie Wagner, die an der Filmakademie in Ludwigsburg die Qualitäten der Region kennen lernte, hatten bereits während der Buchentwicklung mit Autorin Rodica Döhnert („Raus ins Leben“) das malerische Tübingen vor Augen.

Auch Regisseur Thomas Berger („Operation Rubikon“) und sein Stuttgarter Szenenbildner Karoly Pagozdy konnten sich schnell für die schwäbische Kleinstadt begeistern und fanden geeignete Schauplätze für die Liebesgeschichte. So wurde der kleine Fahrradverleih, der von Hauptfigur Cornelia betrieben wird, in einem Gemüselager neben dem Nonnenhaus eingerichtet - eingebettet in die für Tübingen typischen Fachwerkhäuschen. Das Fahrradrennen als Finale des Films fand in der Tübinger Innenstadt vor der Kulisse des historischen Rathauses statt. Für manche Innenaufnahmen wich das Drehteam allerdings nach Reutlingen aus, das dortige Krankenhaus beispielsweise bot Kameramann Torsten Breuer („Pünktchen und Anton“) als Drehort auch schöne Ausblicke auf die Alb.

Der schönste Strommast ist in Reicheneck. Um dort den Showdown drehen zu können, stand der Produktion das Energieunternehmen EnBW zur Seite. Die EnBW-Mitarbeiter lenkten den Strom um, stellten Equipment zur Verfügung und spielten auch im Film mit. Neben den EnBW-Profis konnte der Metzinger Komparsenbetreuer Martial Putzolu u.a. einen Reutlinger Seniorenturnverein, sowie den Fahrradclub Öschelbronn verpflichten.

Hauptdarstellerin Lisa Martinek stammt zwar aus Stuttgart, war aber, wie sie heimlich gestand, noch nie in Tübingen. Doch schon die Tatsache, dass man zu Fuß zum Drehort gehen kann, begeisterte die Schauspielerin. Den „verlorenen Sohn“ spielte der Jungdarsteller Kostja Ullmann, der mit den Öschelbronnern für das Rennen trainierte und mit einem Ludwigsburger Kletterlehrer seine Höhenangst überwand. 

Regisseur Thomas Berger gibt Anweisungen

 
© Filmbüro Baden-Württemberg · Gestaltung: Andreas Staiger