|
Junge Talente vor und hinter der Kamera zu fördern, Nachwuchsregisseuren und Filmhochschulabsolventen die Chance zu geben, ihren ersten Film zu realisieren - diese Aufgabe haben sich die Debüt-Redakteure der ARD verschrieben. Die 3. Staffel von „Debüt im Ersten“ wird ab Ende September im Ersten auf dem Programm stehen. Fünf Filme der Herbststaffel sind Kinodebüts, alle haben Unterstützung der verschiedenen Förderanstalten erhalten und sind in enger Kooperation mit den Sendeanstalten der ARD verwirklicht worden. Im Rahmen des Filmfests München stellten Carl Bergengruen, Hautpabteilungsleiter Fernsehfilm beim SWR und ARD-Federführung bei „Debüt im Ersten“ sowie die Debüt-Redakteurinnen Andrea Hanke (WDR) und Cooky Ziesche (RBB) unter Moderation von Filmkritiker Knut Elstermann die neue Staffel vor.
 |
| Carl Bergengruen
|
Preisgekrönte Erstlingsfilme wie die MFG geförderten Debüts „Das Verlangen„ („Goldener Leopard“), „Kiki und Tiger“ („First Step-Award“) oder „Mein Erstes Wunder“ („Max Ophüls-Preis“) u.a. werden in den kommenden Staffeln die Reihe „Debüt im Ersten“ bereichern. Nachwuchstalente wie Daniel Brühl („Goodbye, Lenin!“) oder Frank Giering („Absolute Giganten“), aber auch Regisseure wie Thomas Stiller oder Züli Aladag („Elefantenherz“) haben mit Debütfilmen den Sprung zu Prominenz und Erfolg geschafft. Produktionsfirmen wie die Gambit-Film- und Fernsehproduktion profilieren sich mit Debütrealisierungen und arbeiten eng mit den Sender- und Förderanstalten zusammen.
Beginn der Herbststaffel ist der 25. September 2003. Gezeigt werden neun Filme jeweils donnerstags um 23.00 Uhr im Ersten. Darunter sind auch drei von der MFG geförderte Filme.
In Benjamin Quabecks Jugendfilm „Nichts bereuen“ spielt Daniel Brühl den 19-jährigen Daniel, der seit vier Jahren seine Jungfräulichkeit für Luca aufbewahrt, aber dann erkennt, dass sich sein Prinzip nicht so einfach verfolgen lässt.
Der vielfach prämierte Film „Scherbentanz“ von Chris Kraus zeigt die Tragik einer zerrütteten Familie auf. Unterdrückte Geheimnisse und seelische Verwüstungen kommen zum Vorschein, als Sohn Jesko (Jürgen Vogel) an Leukämie erkrankt in sein Elternhaus gelockt wird, um sich seiner obdachlosen Mutter auszusetzen, die als einzige Knochenmarkspenderin in Betracht kommt.
In „In einer Nacht wie dieser“ von Susanne Schneider stehen drei Freundinnen kurz vor dem Abitur. Sie beschuldigen ihren Mitschüler Jack der Vergewaltigung, um ihren eigenen Kopf zu retten. Die drei finden nicht zurück zur Wahrheit, die Lüge wird öffentlich und es entsteht ein unaufhaltsamer Sog, unter dem Jack und auch die Freundschaft der Mädchen zerbrechen.
Alle Filme im Überblick:
25.9.2003, 23 Uhr.
„Nichts bereuen“ (WDR) von Benjamin Quabeck
2.10.2003, 23 Uhr.
„Absolute Giganten“ (NDR) von Sebastian Schipper
9.10.2003, 23 Uhr
„Ein Leben lang kurze Hosen tragen“ (WDR)
von Kai S. Pieck
16.10.2003, 23 Uhr
„Scherbentanz“ (SWR/BR)
von Chris Kraus
23.10.2003, 23 Uhr
„Secret Society“ (WDR)
von Imogen Kimmel
30.10.2003, 23 Uhr
„Die Datsche“ (MDR)
von Carsten Fiebeler
6.11.2003, 23 Uhr
„In einer Nacht wie dieser“ (SWR/MDR)
von Susanne Schneider
13.11.2003, 23 Uhr
„Gangster“ (WDR)
von Volker Einrach
20.11.2003, 23 Uhr
„Für immer für dich“ (SWR) von Lih Janowitz
|