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KAMPF UM WAHRHEIT UND LIEBE
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"Nachts, wenn der Tag beginnt" ist der erste Fernsehfilm,
den die Maran Film GmbH als Auftragsproduktion für den SWR
realisiert. Redakteurin Sabine Holtgreve führte damit eine
Arbeit von Susan Schulte weiter. Unter der Regie von Christian
Görlitz spielen Nina Petri und Christian Redl die Hauptrollen
in einer außergewöhnlichen Geschichte über die
komplizierte Annäherung zweier Menschen, die eigentlich unfähig
sind, menschliche Nähe zu ertragen. "Ein Richter, blind
und einsam. Eine junge Frau im Knast. Zwei Verlorene. In einer
Nacht durchleben sie die Hölle - und erfahren die Liebe",
skizziert Produzent Michael v. Mossner die Handlung des Dramas,
dessen Drehbuch Fred Breinersdorfer lieferte.
Blind wie Justitia ist er, der Richter Thomasius (Christian Redl),
doch keinesfalls so gerecht. Das bekommt auch Johanna Schneider
(Nina Petri) zu spüren, die von ihm wegen Mordes verurteilt
wird. Als ihre Flucht aus dem Gefängnis glückt, hat
sie nur eines im Sinn: Gerechtigkeit. In einer regnerischen Nacht
steigt Johanna bei Thomasius ein. Sie will ihn notfalls mit Gewalt
zwingen, sie von ihrer Schuld frei zu sprechen. Doch in der dunklen
Wohnung kämpfen die beiden nicht nur um die Wahrheit. Sie
beginnen auch, mit ihren Gefühlen zu kämpfen.
Die Dreharbeiten fanden vom 22. Mai bis zum 27. Juni u.a. in Achern
bei Baden-Baden statt. In der alten Turnhalle der ehemaligen französischen
Kaserne "St. Exupéry" entstand dort unter der
Leitung von Sze-nenbildner Bernd Gaebler die Wohnung des Richters
als aufwändiger Studiobau, gebaut von der Ausstattungsabteilung
des SWR. Kameramann Hans Grimmelmann wusste die Kulisse für
atmosphärisch dichte Bilder zu nutzen. Das Ergebnis wird
2003 im Ersten ausgestrahlt, der genaue Termin ist noch offen.
(Annette Köster)
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