|
Mit einem neuen
- und doch bekanntem - Namen und einem neuen Programmheft setzt
das Kommunale Kino sichtbare Zeichen für einen Umbruch. Zukünftig
wird das Kommunale
Kino Stuttgart, das drittgrößte in Deutschland,
unter dem Namen "KoKi" firmieren. Die Gestaltung des
Logos und der neuen Programmbroschüre lag in der Hand von
Studenten der Esslinger Lazi-Akademie.
Doch auch KoKi-intern gibt es Neues. So ist
die Anzahl der Fördermitglieder mittlerweile auf über
300 gestiegen. Die Fördermitglieder unterstützen durch
ihre tatkräftige Mithilfe das KoKi-Team beim Cine Latino-Festival
oder beim Büro-Umzug. "Wir möchten die Fördermitglieder
in Zukunft noch deutlicher in die Aktivitäten des Vereins
einbinden", erklärt KoKi-Vorstand Constantin Schnell.
Das Anfang 2002 gestartete Seminarprogramm "KoKi-Training"
hat sich mit sieben Seminaren inzwischen etabliert. Auch im Frühjahr
2003 wird es in den Bereichen Schauspiel, Digitalschnitt, Sprechen,
Drehen und Filmtheorie wieder Seminare geben. Zudem passt das
KoKi seine Personalstruktur momentan den veränderten Aufgaben
im Filmhaus an. Mit der Anschaffung eines hochwertigen Beamers
für DVDs haben die Stadtteilkinos einen neuen Schub bekommen.
Positiv auf die Arbeit des KoKis wird sich auch der Umbau im Filmhaus
auswirken. "Wir hoffen, dass möglichst viele Filmschaffende
in die oberen Etagen einziehen, denn das wäre eine optimale
Erweiterung des jetzigen Nut-zerspektrums", so Constantin
Schnell. Das KoKi bietet den zukünftigen Mitmietern vielerlei
Kooperationsmöglichkeiten, z.B. für Pressevorführung
und Mustersichtungen. Auch die Bespielung von Saal 2 wird das
Spektrum der KoKis erweitern; mit einem vom SWR gespendeten Betacam-Player
kann nun professionelles Video abgespielt werden. Allerdings gibt
es auch Wermutstropfen: Saal 2 wird nur äußerst spartanisch
ausgestattet sein. Der neue Saal nimmt seinen Betrieb - entgegen
den Versprechungen zu Anfang der Bauzeit - ohne Leinwand, ohne
eine Klimaanlage und mit alter Bestuhlung auf.
Ein großer Schritt vorwärts
ist die Einrichtung einer Gastronomie, die auch den Besuchern
des KoKis zu Gute kommen wird. Das KoKi ist für alle Kooperationen
offen, weist aber zugleich auf die Grenzen für den Gastrono-miebetrieb
hin. "Als Kino für anspruchsvolle Filme müssen
wir auf eine konsequente Schallbegrenzung achten. Der Pächter
weiß, wie heikel Schallstörungen für einen Kinobetrieb
sind. Er hat der Stadt zugesichert, dass er den Gastronomiebetrieb
so führt, dass die Kinovorführungen nicht gestört
werden."
|