Filmbüro

Filmfacts

Nummer 4/ 2002

Filmszene BaWü

Dritte Runde für Drehbuchausbildung

Cannes in Stuttgart

Bilder und Co.

Glasdach Open-Air

Neuer SWR-Direktor

Stuttgarter Kinder-Filmtage

Kommune als Drehort

Premieren und Feiern in Baden-Württemberg

Neulich beim Filmfest Mannheim/Heidelberg
Umweltfestival
Citizen Kane and more
Landes-Filmschätze
Grundsteinlegung

Kulturstaatsminister an der Filmakademie

 

FILMSZENE BADEN-WÜRTTEMBERG

KULTURSTAATSMINISTER AN DER FILMAKADEMIE

Bei einem Besuch der Filmakademie Baden-Württemberg am 16. September informierte sich Kulturstaatsminister Prof. Dr. Nida-Rümelin, inzwischen selbst an die Universität zurückgekehrt, über das Erfolgskonzept der Hoch-schule und die Bilanz des ersten Jahres der Deutsch-Französischen Filmakademie/ Masterclass.
Die Masterclass als ein einjähriges Weiterbildungsprogramm für Stoffentwicklung, Finanzierung, Produktion, Vertrieb und Marketing für den europäische Filmmarkt, richtet sich an junge Filmschaffende, deren Ziel es ist, in internationalen Produktionen oder in europäischen Filminstitutionen zu arbeiten. Im Vordergrund steht dabei die deutsch-französische Zusammenarbeit.

Teilnehmer der Masterclass 2001/02 und Studienleiter Peter Sehr berichteten dem Kulturstaatsminister von ihren Erfahrungen mit dem binationalen Programm. Zu den Gästen im Kino Caligari zählten auch der französische Generalkonsul Francis Etienne und der Ludwigsburger Oberbürgermeister, Dr. Christof Eichert.

Den Schwerpunkt seiner Ansprache setzte Prof. Dr. Nida-Rümelin auf die Philosophie, die hinter der geplanten Novellierung der Filmförderung steckt: Film als ein Medium der Kunst und als kulturelle Kraft. Darüber hinaus müsse die Rolle der Produzenten aufgewertet werden. Es sei wichtig , dass mehr Entscheidungen von den Personen getroffen werden können, die das Risiko tragen. Dass die Budgets im deutschen Filmmarkt, dem größten Europas, im Vergleich ausgesprochen niedrig sind, sei sehr erstaunlich. Hier müssten mehr Mittel fließen und der Zweitverwertungsmarkt stärker gefördert werden. Nicht zuletzt sei vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung ein sensiblerer Umgang mit dem Kulturgut Film nötig. Der Dominanz Hollywoods könne man nur durch engere europäische Kooperationen entgegenwirken. Die Masterclass der Deutsch-Französischen Filmakademie sei daher eine gute Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit europäischer Filmschaffender.

Im Anschluss wurden ausgewählte Documenta11-Spots der Masterclass sowie Ausschnitte aus Filmen der Filmakademie gezeigt, die weltweit auf Festivals erfolgreich sind.

© Filmbüro Baden-Württemberg · Gestaltung: Andreas Staiger