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Bei einem Besuch der Filmakademie Baden-Württemberg
am 16. September informierte sich Kulturstaatsminister Prof.
Dr. Nida-Rümelin, inzwischen selbst an die Universität
zurückgekehrt, über das Erfolgskonzept der Hoch-schule
und die Bilanz des ersten Jahres der Deutsch-Französischen
Filmakademie/ Masterclass.
Die Masterclass als ein einjähriges Weiterbildungsprogramm
für Stoffentwicklung, Finanzierung, Produktion, Vertrieb
und Marketing für den europäische Filmmarkt, richtet
sich an junge Filmschaffende, deren Ziel es ist, in internationalen
Produktionen oder in europäischen Filminstitutionen zu arbeiten.
Im Vordergrund steht dabei die deutsch-französische Zusammenarbeit.
Teilnehmer der Masterclass 2001/02 und Studienleiter Peter
Sehr berichteten dem Kulturstaatsminister von ihren Erfahrungen
mit dem binationalen Programm. Zu den Gästen im Kino Caligari
zählten auch der französische Generalkonsul Francis
Etienne und der Ludwigsburger Oberbürgermeister, Dr.
Christof Eichert.
Den Schwerpunkt seiner Ansprache setzte Prof. Dr. Nida-Rümelin
auf die Philosophie, die hinter der geplanten Novellierung der
Filmförderung steckt: Film als ein Medium der Kunst und als
kulturelle Kraft. Darüber hinaus müsse die Rolle der
Produzenten aufgewertet werden. Es sei wichtig , dass mehr Entscheidungen
von den Personen getroffen werden können, die das Risiko
tragen. Dass die Budgets im deutschen Filmmarkt, dem größten
Europas, im Vergleich ausgesprochen niedrig sind, sei sehr erstaunlich.
Hier müssten mehr Mittel fließen und der Zweitverwertungsmarkt
stärker gefördert werden. Nicht zuletzt sei vor dem
Hintergrund der zunehmenden Globalisierung ein sensiblerer Umgang
mit dem Kulturgut Film nötig. Der Dominanz Hollywoods könne
man nur durch engere europäische Kooperationen entgegenwirken.
Die Masterclass der Deutsch-Französischen Filmakademie sei
daher eine gute Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit
europäischer Filmschaffender.
Im Anschluss wurden ausgewählte Documenta11-Spots der Masterclass
sowie Ausschnitte aus Filmen der Filmakademie gezeigt, die weltweit
auf Festivals erfolgreich sind.
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